SICHERHEITSTIPPS

Notruf - welche Angaben für die Helfenden wichtig sind
Was ist passiert? Umschreiben Sie das Ereignis bitte in kurzen prägnanten Stichworten, z.B. Verkehrsunfall, Bewußtlose Person, Sturz von einer Leiter, Feuer, Explosion etc.

Wo ist es passiert? Ortsangabe - Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer und ergänzende Angaben. Sie sind am Unfallort fremd? Fragen sie Ortsansässige/Passanten und bitten um Hilfe bei der Ortsbestimmung.

Hier gilt: Je genauer die Ortsangabe, desto weniger Zeit verbringen die Einsatzkräfte mit dem Suchen nach der Einsatzstelle.

Für Mobiltelefonbesitzer: Hier müssen die Angaben besonders präzise sein, da Sie mit Ihrem Telefon nicht geortet werden können. Für Bundesautobahnen und Kraftfahrtbundesstraßen ist die Kilometerangabe und die Fahrtrichtung von entschiedener Wichtigkeit, denn ein Wenden auf Autobahnen ist nicht möglich.

Eine genaue Ortsangabe könnte folgendermaßen sein: Bundesautobahn A 20 Lübeck - Rostock , Fahrtrichtung Rostock , zwischen den Abfahrten Schönberg und Grevesmühlen bei Kilometer 42

Gefahren in der Küche
Im Haushalt passieren mehr Unfälle als im Straßenverkehr. Immer wieder wird die Feuerwehr zu Küchenbränden gerufen oder sie wird alarmiert, weil Speisereste im Kochtopf brennen. Die Sicherheitsexperten der Freiwilligen Feuerwehr Namborn wissen, wie man solches vermeiden kann.

Die erste Grundregel lautet hier, beim Kochen den Herd mit der eingeschalteten Kochplatte nie unbeaufsichtigt lassen. Denn Fette oder Speiseöle, die zum Fritieren oder Braten verwendet werden, können sich bei hohen Temperaturen in der heißen Pfanne oder der Friteuse selbst entzünden.

In einem solchen Fall ist es ganz wichtig, nie mit Wasser zu löschen. Denn das brennende Fett wird durch die Dampfbildung des Wassers aus dem Behälter geschleudert und setzt so unter Umständen nicht nur die Küche in Brand, sondern fügt auch dem Kochenden selbst schmerzhafte Brandwunden zu, die vom Arzt behandelt werden müssen.

Gefahren durch Elektrizität
Elektrizität gehört zu den häufigsten Brandursachen in Privathaushalten. Die Experten der Freiwilligen Feuerwehr unserer Gemeinden raten daher zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit elektrischem Haushaltsstrom. So sollten beim Kauf neuer Geräte auf das CE-Zulassungszeichen, sowie die Sicherheitszeichen GS (geprüfte Sicherheit) und VDE (Verband Deutscher Elektrotechniker) achten.

Vor Gebrauch eines neu gekauften Gerätes sollte die Bedienungsanleitung aufmerksam durchgelesen werden. Auch elektrische Geräte bedürfen der Pflege uns sollten in Regelmäßigen Abständen überprüft werden. Dies gilt insbesondere für Kabel und Stecker. Defekte Geräte sollte man nie selbst reparieren, sondern dies immer dem Fachmann überlassen.

Eingeschaltete Elektrogeräte wie Bügeleisen, Herd oder Heizstrahler, Tauchsieder oder Friteusen sollten nie unbeaufsichtigt sein, selbst dann nicht, wenn eine Abstellautomatik am Gerät vorhanden ist. Nach Benutzen des Gerätes den Stecker ziehen, dabei den Stecker jedoch am nie am Kabel aus der Steckdose herausreißen. Apropos Kabel und Steckdosen. Nie behelfsmäßige Steckdosen verwenden, an jede Steckdose nur ein Gerät anschließen, d.h. nicht über eine Steckdose und ein angeschlossenes Verteilerstück mehrere Geräte gleichzeitig anschließen.

Denn besonders bei älteren Stromkabeln kann durch die Erwärmung der Leitungen die Isolierung schmelzen und so ein Brand entstehen.

Gefahr bei Dauereinsatz des Fernsehgeräts
Kaum ein anderes elektrisches Gerät ist so oft im Dauereinsatz wie der Fernsehapparat.
Bei ungewöhnlichen Bildstörungen oder gar Brandgeruch sollte der Fernseher sofort abgeschaltet und der Stecker herausgezogen werden.

Wenn der Fernseher brennt:
Sofort das Gerät abschalten und den Netzstecker herausziehen. Dann die Feuerwehr unter der Nummer 112 alarmieren. Danach die Rückwand des Gerätes mit einer Wolldecke, keinesfalls aber mit einer Kunstfaserdecke abdecken, um den Brand zu ersticken.

Bei allen Löschversuchen nur seitlich zum Gerät stehen, da in solchen Fällen stets die Gefahr einer Implosion der Bildröhre besteht. Durch die dabei herausgeschleuderten Glassplitter kann es zu empfindlichen Verletzungen kommen.

Rauchverbot
Rauchverbote bestimmen immer mehr den Alltag der Raucher. Das sinnvollste Rauchverbot sollte jedoch jedem Raucher von selbst einleuchten meinen die Experten von der Freiwilligen Feuerwehr Wolfach - das Rauchverbot im Bett. Jährlich kommen hunderte von Rauchern in ihren eigenen vier Wänden um, weil sie mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen sind. Jeder Raucher sollte in seinem eigenen Interesse auf dieses gefährliche "Vergnügen" verzichten. Schließlich gefährdet er mit diesem Verhalten auch seine Mitmenschen.

Übrigens: Selbst wer bei so einer Raucherei glimpflich davongekommen ist, die Feuerversicherung braucht in diesen Fällen wegen grober Fahrlässigkeit nicht zu zahlen!

Einige wenige weitere Grundregeln stellen sicher, daß einem das Rauchen nicht zum Verhängnis wird. So sollten vorhandene Aschenbecher auch benutzt und dabei die Zigarette sorgfältig ausgedrückt werden. Keinesfalls gehört die Asche in den Mülleimer.

Richtiges Verhalten im Brandfall
Durch Brände sterben in der Bundesrepublik jährlich etwa 200 Menschen, die Schäden belaufen sich inzwischen auf 6,3 Milliarden DM mit steigender Tendenz. Die meisten dieser schlimmen Ereignisse entstehen durch Unaufmerksamkeit und werden durch Unwissenheit oft noch verschlimmert. Hier wollen die Experten von der Freiw. Feuerwehr helfen, durch richtiges Verhalten im Brandfall die Schäden möglichst klein zu halten.

Die erste Regel im Brand- oder Unglücksfall lautet: zuerst alarmieren, dann retten, erst dann löschen, und Ruhe bewahren, Aufregung macht alles nur noch schlimmer. Bei Bränden oder sonstigen Unglücksfällen die Feuerwehr über den NOTRUF 112 alarmieren und dabei das folgende Schema einhalten:
? Wer ruft an?
? Wo ist etwas passiert?
? Was ist passiert ?
? Warten auf Rückfragen der Einsatzzentrale. Solche sind durchaus üblich.
? Wie ist die Situation, sind Menschen verletzt, wie viele, welcher Art sind die Verletzungen?